Städtevergleich Zwickau-Dortmund am 21./22.5.2016

Zwickauer und Dortmunder Leichtathleten erfolgreich

Ursprünglich sollten die jungen Dortmunder Leichtathleten erst Mitte September diesen Jahres nach Zwickau kommen. Geplant war die Teilnahme am Nachwuchssportfest des SV Vorwärts Zwickau. Auf Grund von anderen wichtigen terminlichen Verpflichtungen musste der Städtevergleichskampf kurzfristig auf das vergangene Wochenende vorgezogen werden.

Im Rahmen des nationalen Vogtlandmeetings fand deshalb in Treuen der sportliche Vergleich statt. Bei vorzüglichen äußeren Bedingungen befanden sich unter den 284 Startern aus 32 Vereinen auch 36 junge Leichtathleten aus Dortmund und 30 Sportler vom SV Vorwärts Zwickau in den Altersbereichen 10 – 15 Jahre. In einem kurzweiligen 5-stündigen Programm gab es die altersgerechten Wettkämpfe in den Sprint-, Sprung-, Wurf-, Stoß- und Mittelstreckendisziplinen. In den weiblichen und männlichen U16 Altersklassen wurde darüber hinaus eine 4x100m-Staffel ausgetragen.

In den insgesamt 50 Disziplinen gelang es den Zwickauern acht Einzelerfolge zu erkämpfen und den Dortmundern sage und schreibe 15 Erfolge einzufahren.

In der abendlichen Auswerteveranstaltung konnten vom Team Dortmund für die punktbesten Leistungen Lea Laukant (WJ U16) im Weitsprung mit 5,31m, Franca Krane (WJ U14) im Weitsprung mit 4,63m, Marla Grade (WK U12) im Weitsprung mit 4,23m, Alexander Pyka (MJ U14) im 75m-Lauf in 10,30s und Malon Klein mit seinen 3,73m im Weitsprung geehrt werden.

Für die Zwickauer gelang es Leon Beyer (MJ U16) über 100m in 11,86s und Elias Mezori (MK U12) im Weitsprung mit 3,97m die Pokale in ihren Altersklassen zu erkämpfen.

Die Veranstalter in Treuen, die sich über die zahlenmäßig starken Teilnehmerfelder freuten, ließen sich nicht lumpen und spendierten den Zwickauer und Dortmunder Sportlern sogar einen kostenlosen Imbiss. Unmittelbar nach dem Sportfest ging es dann für alle Beteiligten zur Auswertung in die Sporthalle des Sportforums “Sojus” nach Zwickau-Eckersbach. Eine gemeinsame “Nudelparty” mit anschließender Siegerehrung im Städtevergleich stand auf dem Programm. Im Auftrag der Oberbürgermeisterin der Stadt Zwickau übergab Sven Dietrich von der Stabsstelle Stadtentwicklung die Mannschaftspokale. In einigen Worten würdigte er nochmals die aktive Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten. Schön das der Sport und insbesondere die Leichtathletik schon über viele Jahre hinweg diese Beziehungen pflegen und hegen.

Unter dem Jubel der anwesenden Sportler und Übungsleiter konnte er den Siegerpokal in der Teamwertung in diesem Jahr dem Zwickauer Team überreichen. Mit 106 zu 98 Punkten viel dieser Erfolg äußerst knapp aus. Der Vollständigkeit halber muss allerdings erwähnt werden, das das Team Dortmund in einigen männlichen Altersklassen-Wettbewerben bedauerlicherweise verletzungs- und krankheitsbedingt keine Sportler am Start hatte.

Pünktlich 19.30 Uhr fand die “Nudelparty” mit einigen flotten Discorhythmen und Ballspielen ihren Abschluss. 20.00 Uhr hatten alle Dortmunder in der Pension “Rittergut” in Irfersgrün bereits ihre Plätze vorm Fernsehgerät zum Empfang des Pokalfinals eingenommen. Alles Daumenhalten half allerdings nichts und man musste die knappe Niederlage zur Kenntnis nehmen.

Nach einem zünftigen vogtländischen Frühstück traf man sich am frühen Sonntag Morgen im Stadtzentrum von Zwickau zu einer Stadtführung. Stadtführerin und ehemalige Pressesprecherin Angelika Michaelis brachte in altbekannter und charmanter Art und Weise den überwiegend Jugendlichen aus der Partnerstadt die Sehenswürdigkeiten in hervorragender Form herüber. Die letzte Station am Vormittag vor der Rückreise nach Dortmund war die Miniwelt in Lichtenstein. Staunend betrachteten die jungen Sportler die originalgetreuen Nachbauten der weltberühmten Gebäude und Denkmäler. Wolfgang Franke, Kreissportwart des Leichtathletik Kreises Dortmund und Delegationsleiter, fand kurz vor der Rückfahrt noch einige dankende Worte: “Ich bin mittlerweile zu meinem siebenten oder achten Besuch mit Sportlern in Zwickau gewesen und ich möchte einschätzen, dass es wiederum eine sehr herzlicher und schöner Aufenthalt in Zwickau war. Angetan war ich von der tollen Atmosphäre, die uns beim Sportfest in Treuen entgegengebracht wurde. Die erlebten feierlichen Siegerehrungen mit Medaillen, Urkunden und Blumen gehören in der Heimat bei weiten nicht immer zu den Standards. Die Freude der Gastgeber beim Meeting Sportler aus Nordrhein-Westfalen am Start zu haben, die dann auch noch mit vielen neuen persönlichen Bestleistungen überzeugten, stand ihnen ins Gesicht geschrieben. Wichtig war es aber auch für uns, den Jugendlichen ein Stück Stadtgeschichte von Zwickau zu vermitteln, was dann auch hervorragend gelang.” Mit einer herzlichen Umarmung verabschiedete man sich nach drei ereignisreichen Tagen, die einen tollen Beitrag zu einer wiederum erlebten Städtepartnerschaft darstellten.

 

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